25.09.2019          Die Tabellenlupe

Was machen der FC Leusberg, der FC Marl, SV Hullern und der TuS Haltern? Während der FC Marl in der Bezirksliga 9 weiter die Tabelle anführt (7 Spiele, 7 Siege, 34:6 Tore)wartet der FC Leusberg immer noch auf den ersten Punkt. Der wurde auch gegen Borussia Ahsen nach der 0:3 Heimniederlage nicht errungen. Platz 15 und 3:37 Tore. In der Regionalliga West erfreut sich der TuS Haltern zwar eines 10. Tabellenplatzes, wartet aber schon seit Wochen auf ein Erfolgserlebnis. Der überraschend gute Start (11 Punkte) verdeckt noch die schwachen Leistungen, aber 13:22 Tore! Da geht es weiter bergab. In der Kreisliga B-4 liefern sich Hullern und Horneburg einen erbitterten Kampf um die Rote Laterne. Völlig überraschend bezwang am 15.9. Hullern den Tabellennachbarn mit 6:2 und hüpfte auf Platz 15. Am letzten Sonntag unterlagen die Horneburger daheim dem SV Herta III (bis dahin 9:27 Tore, 3 Punkte) 3:12 und Hullern musste bei Titania Erkenschwick, einem Team aus der unteren Tabellenhälfte, ein 0:16 einstecken.

Wir wünschen weiter allen Mannschaften viel Glück und Erfolg bei allem, was sie vorhaben.

„Die Paderborner Spieler haben Gott sei Dank keine Seemannsknoten in der Unterhose.“

Was will uns der Sky-Reporter Oliver Seidler am 15.9.2019 um 19Uhr48 beim 5:1 der Schalker in Paderborn damit nur sagen? Leser, die mit Paderborn oder Schalke vertraut sind, die aus der Unterhosenbranche stammen oder irgenzwie wat mit "Seemannsknoten" zu tun haben oder hatten, sind herzlichst aufgefordert, eine Erklärung oder wenigstens Interpretation dieses Seidler'schen Stoß- und Dankgebetes abzuliefern. Falls (falls!!!) ich mich jedoch verhört haben sollte und Seidler "Schneemannspfoten" gesagt haben sollte, wäre natürlich alles klar, dieser Artikel überflüssig und eine Entschuldigung bei der Verbalspitzenkraft von Sky meinerseits selbstverständlich. (H.B.)

10.09.2019 Die Tabellenlupe

Für die auswärtigen Leser und geneigten vestischen Fußballexperten wollen wir gelegentlich einige Mannschaften tabellarisch unter die Lupe nehmen. Sowohl Ligazugehörigkeit als auch die Tradition soll dabei keine Rolle spielen.

Heute: zwei Halterner Vereine, und zwei FCs aus Recklinghausen und Marl.

Beginnen wir mit dem Regionalliga-Aufsteiger TuS Haltern. In ungeahnten Ligasphären findet sich der TuS nach sechs Spielen in der oberen Tabellenhälfte. Wir prognostizieren einen stetigen Abwärtstrend bis zur Winterpause. Weitere Aussichten bis zum Saisonende: Freier Fall bis in die Bezirksliga. Dort tummelt sich der FC Marl mit einem imposanten Torverhältnis an der Spitze. Vermutlich erst einmal bis zur Winterpause. Lothar Woelk, das Leusberger Urgestein, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er seinen FC in der Kreisliga A dermaßen abgeschlagen am Tabellenende sehen würde. Gottseidank erfreut sich Lothar bester Gesundheit und gruselt sich nur bei einem Torverhältnis von 3:32 und null Punkte nach fünf Spielen. Der SV Hullern in der B-4 ziert das Tabellenende mit 2:49 Toren und noch ohne Punkt. Eigentlich wollte dieser Dorfclub, zwischen Stever und Lippe, Flaesheim und Kökelsum gelegen, in der Kreisliga C die Saison 2019/20 gemütlich über die Runden schaukeln, weil man kein geeignetes B-Liga-Personal hat. Leider erfolgte der Antrag auf Rückstufung nicht fristgerecht und –zack!- wird man Woche für Woche bestätigt, dass man doch eigentlich ein prima C-Ligist wäre. Prognose: Weihnachten wird nicht im Mannschaftskreis gefeiert. Auflösung und Abmeldung bevor es noch richtig Schietwetter gibt. Bis dahin allerdings bleibt der SVH unter unserer

TABELLENLUPE Q

 

Leseproben aus dem Vestischen Kalender 2019 (alle Texte (C) Joachim Kirstein

 

Auszug aus „Werden’s Deutscher!“  (Vestischer Kalender 2019)

( ... ) Sein erstes Jahr bei den Senioren absolvierte er beim damaligen Bezirksligisten VfL Drewer, der sich mit vielen A-Jugendspielern der Saison 1957/58 verstärkt hatte. Die Marler Zeitung schrieb damals, dass „die Erfolgsjugend nachrückt. Die A-Jugend war besonders erfolgreich und wurde Vize-Industriemeister und von den über 1.000 westfälischen Jugendmannschaften kam sie unter die letzten acht.“ Albert Haas erinnerte sich im März 2018 in einem Gespräch mit der Marler Zeitung ebenfalls an diese Zeit und die vielen Erfolge und unter anderem, dass die Mannschaft bis ins Finale um die Westfalenmeisterschaft (Anm. des Autors: Die Marler Zeitung schrieb damals „Industriemeisterschaft“) vordrang und „auf heimischem Gelände äußerst knapp mit 1:2 gegen Borussia Dortmund vor sage und schreibe 4.000 Zuschauern geschlagen geben musste.“ Heinz van Haaren erinnerte sich noch an den Dortmunder Torwart Horst Mühlmann in diesem Spiel, der in einem Zeitungsbericht der WAZ der „beste Mann auf dem Harkortplatz war (…)“ „Er spielte in der Oberliga West und in den ersten Jahren der Bundesliga für Schalke 04 und wechselte später in die amerikanische Football – Liga, wo er nur eingewechselt wurde, um spezielle Freistöße, vergleichbar mit dem Strafstoß im Fußball, zu treten.“

 

Heinz fühlte sich als junger Spieler eigentlich sehr wohl in Drewer. Sein Talent war aber auch der Spvgg Marl aufgefallen und ein Wechsel dorthin im Gespräch. Als er einen VfL-Funktionär sagen hörte, dass „man Reisende nicht aufhalten sollte“, stand sein Entschluss fest, zum Nachbarverein, wo er mit seinem späteren Freund Reinhold Wosab spielte, zu wechseln.

 

Auszug aus „Ich war ein Junge von der Straße“ (Vestischer Kalender 2019)

 

( … ) 1962 wurde der FC Leusberg gegründet und als Lothar zehn Jahre alt war, durfte er in der Schülermannschaft mitspielen, in der auch sein fünf Jahre älterer Bruder aktiv war. Mit einem guten Zeugnis beendete er nach neun Jahren seine Schulzeit an der Weißenburgstraße. „Ich begann am 1.9.1969  bei Blaupunkt in Herne als Feinmechaniker und Werkzeugmacher. Lieber wäre ich Radio- und Fernsehmechaniker geworden, aber Blaupunkt hatte in diesem Bereich bereits alle Ausbildungsplätze vergeben. Als 15jähriger spielte ich bereits in der

A-Jugend beim FC Leusberg und wechselte dann 1972 in die A-Jugend von Eintracht Recklinghausen, ein Verein der sich gerade aus Union 05, Preußen Hochlarmark und Wacker Recklinghausen neu gebildet hatte und in der Landesliga spielte.“

Als Seniorenspieler ging Lothar wieder zurück nach Leusberg. Die Eintracht hatte als Trainer Hubert Wiatr verpflichtet. „Mit Wiatr, den ich schon aus der Kreisauswahl kannte, kam ich nicht klar. Als er sich bei der Eintracht vorstellte, da war ich ja noch in der Jugend, sagte er als erstes zu mir, ich sollte mir die Haare schneiden lassen! Das ließ ich mir natürlich nicht sagen, informierte unseren Vorsitzenden Siering und ging in die 2. Kreisklasse zum FC. Am Ende der Saison 1974/75 stiegen wir in die 1. Kreisklasse auf.“

 

Auszug aus „Werner ‚Enna‘ Grau …“ (Vestischer Kalender 2019)

 

( … ) Otto Grau kannte Schalkes ehemaligen Spieler und damaligen Vereinswirt Ötte Tibulski und ein Wechsel zu den Königsblauen wurde perfekt gemacht. „Als Berufsfußballer übte ich meinen Beruf als Dreher nicht mehr aus. Ich wohnte weiter in Datteln und fuhr täglich mit einem Ford 17m, den Schalke zur Verfügung stellte, zum Training und zu den Spielen. Jahrelang war ich mit einer Kreidler Florett zum Training in Datteln gefahren und kam immer an einer Eisdiele vorbei, wo viele hübsche Mädchen saßen. Aber mit einer Kreidler machte man keinen Eindruck. Der 17m mit Weißwandreifen und Schiebedach machte da schon mehr her. Als ich einmal vom Training in Schalke kam, hielt ich an der Eisdiele und rief: Na, Lust auf eine Spritztour? Im Nu war der Wagen voll mit hübschen Mädchen und wir kurvten durch die Gegend: Ahsen, Flaesheim, Stausee, Erkenschwick. Ohne den 17m hätte ich mich das nie getraut! Als Klaus Fichtel 1965 nach Schalke kam, bildete ich mit ihm eine Fahrgemeinschaft. Eine Woche fuhr er, eine Woche ich. So sparten wir Sprit und es passte gut, denn er wohnte in Waltrop auf der Friedhofstraße. Zufällig war er dort Nachbar meiner Schwester!“

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